Lexikon

 

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Akkomodation :         Allg.: Anpassung. Fähigkeit des Auges, seine Brechkraft durch Verformung der Linse so zu verändern, dass sowohl die entfernte wie auch die nahe liegende Objekte scharf auf der Netzhaut abgebildet werden.

 

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD):

                                    Wird unterteilt in die feuchte und trockene AMD.

 

Amblyopie:                 entwicklungsbedingte Sehschwäche ohne sichtbare pathologische Veränderung

 

Amotio:                      Ablösung oder Abhebung, z. B. eine Netzhaut- oder Aderhautablösung

 

Anamnese:                 Vorgeschichte

 

Anatomie:                  Lehre vom Aufbau des Körpers

 

angeborenes Glaukom:

seltene Glaukomform, die durch eine ungenügende Ausreifung des Kammerwinkels während der Schwangerschaft charakterisiert ist.

 

Aphakie:                    Fehlen der Augenlinse, Linsenlosigkeit

 

Applanation, Applanationstonometrie:

Messung des Augendruckes über die Kraft, die benötigt wird, um eine definierte Hornhautfläche abzuflachen ( zu applanieren ). Benannt nach dem Berner Augenarzt Hans Goldmann

 

Argon –Laser - Trabekuloplastik:

augendrucksenkende Operation, bei der Laserherde mit einem Argonlaser zirkulär in das Trabekelwerk eingebracht werden. Die hierbei entstehenden Vernarbungen können mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung zur Drucksenkung führen.

 

Astigmatismus:          auf Brennpunktlosigkeit beruhende Stabsichtigkeit, z. B. Hornhautastigmatismus = Hornhautverkrümmung

 

Axon:                         Nervenfaser

 

Benigne:                    gutartig

 

Betablocker:              Substanz, die Betarezeptoren blockiert

 

Binocularsehen:        beidäugiges Sehen

 

Blepharitis:                Lidrandentzündung

 

Blinder Fleck:           Eine Stelle der Netzhaut, auf der sich keine Lichtrezeptoren befinden. Dort tritt  

                                   der Sehnerv, gemeinsam mit den versorgenden Blutgefäßen, ins Auge ein. ( ist z.     

                                   B. immer als schwarzer Fleck auf einem Gesichtsfeldbefund zu sehen).

 

Bulbus:                       Augapfel

 

Cataract:                    auch als Grauer Star bezeichnete Linsentrübung (Katarakt)

 

Conjunctiva:              Bindhaut (Konjunktiva)

 

Conjunctivitis:           Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

 

Cornea:                      Hornhaut

 

Corpus Ciliare:          Ziliarkörper

 

Corpus vitreum:        Glaskörper

 

Doplopie:                    Doppelbilder

 

Excavation:                Aushöhlung

 

 

Fluoreszenzangiographie:

Darstellung der Netzhautgefäße mit Hilfe des fluoreszierenden Farbstoffes Fluoreszein

 

Fovea:                        Die vertiefte, zentrale Stelle des gelben Flecks, siehe Makla oder Gelber Fleck

 

Fundus:                      Augenhintergrund

 

Ganglienzellen:          Nervenzelle

 

Gelber Fleck:            Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut, siehe Makula

 

genetisch:                   erblich

 

Gen:                           Erbanlage, Erbfaktor

 

Glaucoma chronicum simplex:

Offenwinkelglaukom- Glaukomform, bei der der Kammerwinkel bei der Betrachtung unauffällig ist. Der Zugang zum Trabekelwerk ist also frei, der Ablusswiderstandes  muss im Trabekelwerk selbst liegen. Das primäre Offenwinkelglaukom wird in einigen Lehrbüchern noch einmal unterteilt: In das chronische  Offenwinkelglaukom mit erhöhtem Augendruck und in das Normaldruckglaukom. Ein Patient mit einem Normaldruckglaukom hat einen Glaukomschaden, obwohl sein Augendruck die Normgrenze nie überschreitet. Die Normgrenze wird meistens mit 21 mmHg festgelegt, die Übergänge zw. Hochdruck- und Normaldruckglaukom sind fließend.

 

Glaukom:                    Grüner Star. Gruppe von Erkrankungen, die häufig- aber nicht immer- mit erhöhtem Augendruck einhergehen.

                                    Gekennzeichnet durch die charakteristische Veränderung der Papille und charakteristische Ausfälle im Gesichtsfeld.

 

Glaukomanfall:          medizinische Notfallsituation, bei der es infolge einer Verlegung des Kammerwasserabflussweges zu einem massiven Druckanstieg kommt. Das Auge ist stark gerötet und meist auch schmerzhaft, allgemeine Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrachen können hinzukommen.

 

Glaukomschaden:      der Glaukomschaden ist durch den Verlust von Nervenzellen der Netzhaut und Nervenfasern und Astrozyten der Papille gekennzeichnet. Infolge des Nervenfaserverlustes kommt es zu Gesichtsfeldausfällen, die vom Patienten anfänglich nicht wahrgenommen werden.

 

Gonioskopie:             Untersuchung des Kammerwinkels durch das Aufsetzen eines Kontaktglases auf 

                                   das durch Augentropfen betäubte Auge.

 

Goniotomie:               Drucksenkender Eingriff beim konnatalen und kindlichen Glaukom. Um den Abfluss des Kammerwassers zu verbessern bzw. erst zu ermöglichen, wird das Trabekelwerk mit einem sog. Goniotom bis zum Schlemm`schen Kanal eingeschnitten ( vgl. auch Trabekulotomie)

 

Grauer Star:              Katarakt ( Cataract)

 

Grüner Star:              siehe Glaukom

 

Hyperopie:                Weitsichtigkeit

 

Hypertonie:                arterielle Hypertonie= hoher Blutdruck; okuläre Hypertonie= erhöhter Augendruck

 

Hypotonie:                 arterielle Hypotonie= niedriger Blutdruck; okuläre Hypotonie= erniedrigter Augendruck

 

intermittierend:         zeitweise, stoßweise auftretend ( und zwischenzeitlich auch wieder nachlassend)

 

intraokulär:                im Auge gelegen

 

Iridektomie:               drucksenkende Glaukomoperation, bei der ein Stückchen periphere Iris ausgeschnitten wird und so eine neue Verbindung zw. Hinter- und Vorderkammer geschaffen wird, durch die das Kammerwasser abfließen kann.

 

Iridotomie:                 drucksenkende Glaukomoperation, bei der mit einem Laser ein Loch in die periphere Iris geschossen wird, durch das das Kammerwasser von der Hinter- in die Vorderkammer gelangen kann.

Iris:                            Regenbogenhaut

 

juvenil:                       jugendlich

 

 

 

Juveniles Glaukom:  Glaukomform, die auf einer ungenügenden Ausreifung des Kammerwinkels beruht. Die Drainagefunktion des Trabekelwerkes ist aber bereits so gut entwickelt, dass es, anders als beim angeborenen und kindlichen Glaukom, erst im jugendlichen Alter zum Druckanstieg kommt.

 

Karboanhydrasehemmer/Karboanhydrase:

 

                                   Enzym, das die Umwandlung von Kohlendioxid und Wasser in Bikarbonat und umgekehrt beschleunigt.

 

kausal:                       ursächlich

 

Keratokonus:            Doppelbilder

 

Kindliches Glaukom:

ein im weitesten Sinne angeborenes Glaukom, bei dem der Kammerwinkel ungenügend, aber bereits besser ausgereift ist als beim angeborenen Glaukom und bei dem der Augendruck infolgedessen erst innerhalb der ersten Lebensjahre ansteigt.

 

Kirchenfensterphänomen:

entsteht beim Pigmentdispersionssyndrom bzw. –glaukom: Die Iris verliert durch Reibung an den Zonulafasern an ihrer Rückfläche Pigment, dadurch kommt es zu speichenförmigen Aufhellungen. Strahlt nun das Licht in das Auge ein, wird es wie immer durch den Augenhintergrund zurückgestreut, verlässt nun das Aue aber nicht nur durch die Pupille, sondern auch durch die an Kirchenfenster erinnernden Irisdefekte.

 

Konstriktion:             Zusammenziehung, ( auch Kontraktion)

 

Kontraindikationen: Gegenanzeigen; Gründe, warum man ein Medikament nicht verordnet bekommen sollte.

 

Kornea:                      siehe Cornea

 

Krukenbergspindel: beim Pigmentdispersionssyndrom vorkommende spindel- oder dreieckförmige Pigmentablagerung an der Innenseite der Hornhaut.

 

Linse:                         Linse des Auges, auch Lens genannt. aufgebaut aus Linsenkörper, -epithel und –fasern. Die Linsenfasern bilden den Linsenkern. Die Linse liegt zwischen Iris und Glaskörper und ist durch die Zonula ciliaris am Ziliarkörper befestigt.

 

Makula:                     schärfste Stelle des Sehens in der Mitte der Netzhaut. Auch Gelber Fleck genannt. In der Mitte der Makula befindet sich die Netzhautgrube, die nur Zapfen enthält. Diese wird auch Fovea genannt.

 

Makuladegeneration:

Funktionsverlust  bzw.- reduktion  der Makula, häufig altersbedingt.

 

maligne:                     bösartig

 

Miotikum/ Miotika: pupillenverengendes Medikament

 

Mitomycin C: Zytostatikum; wird meist bei einer Trabekulektomie eingesetzt und mittels einem     

                                   kleinen Schwämmchen ins Auge auf die OP-Stelle getupft. Dann wird die

                                   betreffende Stelle wieder mit Wasser gespült. Dadurch soll eine Vernarbung des 

                                   Sickerkissens verhindert werden, weil der Zellstoffwechsel abgetötet werden soll.

mmHg:                       Milimeter Quecksilbersäule. Einheit, in der der Augeninnendruck angegeben wird.

 

Mouches volantes:    Wahrnehmung von Gebilden, die „fliegende Mücken“ ähneln. Sie entstehen durch altersabhängige Strukturveränderungen des Glaskörpers.

 

Mydriasis:                 weite Pupille

 

Mydriatikum:            pupillenerweiterndes Medikament

 

Myopie:                     Kurzsichtigkeit

 

Nachstar:                   häufig zu einer Sehverschlechterung führende Eintrübung der Linsenhülle nach einer Kataraktoperation

 

Nervus:                      Nerv

 

Nervus opticus:         Sehnerv

 

Nystagmus:               Augenzittern

 

Oculus:                       Auge

 

Ödem:                        Durch Wasseransammlung bedingte Gewebsschwellung

 

Offenwinkelglaukom, primäres:

Glaukomform, bei der der Kammerwinkel bei der Betrachtung unauffällig ist. Der Zugang zum Trabekelwerk ist also frei, der Abflusswiderstand muss im Trabekelwerk selbst liegen. Das primäre Offenwinkelglaukom wird in einigen Lehrbüchern noch einmal unterteilt: In das chronische Offenwinkelglaukom mit erhöhtem Augendruck und in das Normaldruckglaukom. Ein Patient mit einem   Normaldruckglaukom hat einen Glaukomschaden, obwohl sein Augendruck die Normgrenze nie überschreitet. Die Normgrenze wird meistens bei 21 mmHg festgelegt., die Übergänge zw. Hochdruck- und Normaldruckglaukom sind fließend.

 

Okuläre Hypertension:

erhöhter Augendruck ohne nachweisbaren Glaukomschaden

 

Ophtalmologe:           Augenarzt

 

Ophtalmologie:          Augenheilkunde

 

Oral:                           mündlich, durch den Mund, auf den Mund bezogen

 

Orbita:                       Augenhöhle

 

Orthoptik:                  Lehre von den Augenbewegungen und ihren Störungen, früher auch Sehschule genannt.

 

Pachymetrie: Hornhautdickemessung

 

Papille:                       Sehnervenkopf

 

Papillenexcavation:  Aushöhlung des Sehnervenkopf

 

Perimetrie:                 Gesichtsfeldmessung

 

Photokoagulation:     Gewebszerstörung durch Licht (heute meist Laserlicht)

 

Pigment:                     Farbstoff

 

Pigmentdispersionsglaukom:

Glaukom, bei der es im Rahmen eines Pigmentsdispersionssyndroms zu Pigmentablagerungen im Kammerwinkel gekommen ist, die so ausgeprägt sind, dass sie den Kammerwasserabfluss durch das Trabekelwerk behindern.

 

Pigmentdispersionssyndrom:

Ablagerungen von Irispigment in allen von Kammerwasserumspülten Anteilen des Auges.

 

Presbyopie:               Altersbedingte Weitsichtigkeit

 

Pseudoexfoliationsglaukom:

Glaukom, bei dem es im Rahmen eines Pseudoexfoliationssyndroms zu Eiweißablagerungen im Kammerwinkel gekommen ist, die so ausgeprägt sind, dass sie den Kammerwasserabfluss durch das Trabekelwerk behindern.

 

Pseudoexfoliationssyndrom:

Ablagerung von ( vermutlich aus dem Blut stammenden) abnormen Eiweißen in allen von  Kammerwasser umspülten Anteilen des Auges.

 

Pseudoaphakie:         Zustand, in dem ein Auge statt seiner natürlichen Linse eine Kunstlinse besitzt.

 

Pupillarblock:             Hier wird der normalerweise durch die Pupille erfolgende Abfluss des Kammerwassers von der Hinter- in die Vorderkammer blockiert. Durch den Druck, der sich in der Hinterkammer aufbaut, wird die Irisperipherie nach vorn verlagert. Dadurch wird der Kammerwinkel verlegt, das Kammerwasser kann nicht ablaufen. Besonders anfällig für einen Pupillarblock sind alte, weitsichtige Patienten.

 

Pupille:                       runde Sehöffnung in der Irismitte

 

Refraktion:                Brechkraft des Auges, bzw. eines optischen Systems

 

Retina:                       Netzhaut

 

 

 

 

Retrobulbäranästhesie:

Anästhesie, bei der das Betäubungsmittel hinter den Augapfel injiziert wird, hierdurch werden die Schmerzfasern ausgeschaltet, der Sehnerv betäubt und die Augenmuskeln ruhig gestellt.

 

Retrobulbärneuritis: Auch: Neuritis nervi optici, hinter dem Augapfel gelegene

Sehnervenentzündung

 

Rezidiv:                      Rückfall

 

Schlemm’scher Kanal:

im Kammerwinkel hinter dem Trabekelwerk gelegener Kanal, durch den das vom Ziliarkörper gebildete Kammerwasser das Auge verlässt.

 

Sekundärglaukom:    Glaukome, die nicht primär, sonder sekundär als Folge anderer Augenerkrankungen, - verletzungen und –operationen aufgetreten sind.

 

Sehnervenkopf/Papille:

Teil des Sehnerven, der zum Augeninneren gehört

 

Sicca-Syndrom:         Trockenes Auge. Kann durch eine Störung im Fettfilm der Tränenflüssigkeit

                                    auftreten. Aber auch z. B. durch die Augentropfen ausgelöst werden.

 

Sklera:                       Lederhaut

 

Sklerotomie, tiefe:     Glaukomperation, bei der das Kammerwasser durch die Sklera abfließen kann. Im Gegensatz zur Trabekulektomie wird keine durchgreifende Öffnung vorgenommen, s. h. ein Teil des Schlemm’schen Kanals und das Trabelkelwerk bleiben bestehen.

 

Skotom:                     inselförmiger Gesichtsfeldausfall.

 

Strabismus:                schielen

 

Symptom:                   Merkmal

 

Synechie:                   Verklebung, Verwachsung

 

systemisch:                Den ganzen Körper betreffend

 

Tenon:                        bindegewebige Hülle, die Augapfel und Augenmuskeln umgibt

 

Tenon’sche Kapsel: siehe Tenon

 

Tonometrie:               Druckmessung

 

Trabekelwerk:           im Kammerwinkel gelegenes Maschenwerk (Schwammwerk), durch das das Kammerwasser austritt

 

Trabekulektomie:      augendrucksenkende Operation, bei der das Kammerwasser durch einen operativ angelegten Skleratunnel unter die Bindehaut geleitet wird und dort ein sogenanntes Sickerkissen bildet. Vom Sickerkissen aus kann das Wasser über die Venen und die Lymphgefäße Bindehaut abfließen.

Trabekuloplastik:      augendrucksendene Operation, bei der Laserherde mit einem Argonlaser zirkulär in das Trabekelwerk eingebracht werden. Die hierbei entstehenden Vernarbungen können mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung zur Drucksenkung führen.

 

Trabekulotomie:        drucksenkender Eingriff beim konnatalen und kindlichen Glaukom. Um den Abfluss des Kammerwasser zu verbessern, bzw. erst zu ermöglichen, werden die innere Wand des Schemm’schen Kanals und das Trabekelwerk mit einem speziellen Instrument, dem sog. Trakulotom eingeschnitten ( vgl. auch Goniotomie)

 

Trockenes Auge:       Siehe Sicca-Syndrom

 

Uvea:                          Gefäßhaut (Aderhaut) und gleichzeitig mittlere Schicht des Auges, die aus Choroidea, Ziliarkörper und Iris besteht. (sorgt für die Durchblutung und die Ernährung des Auges)

Vasospasmus:           krampfartige Gefäßverengung ( kalte Hände, kalte Füße)

 

visuell:                       sichtbar, das Sehen betreffend

 

Visus:                                     Sehschärf

 

Vitreus:                      Glaskörper

 

Winkelblockglaukom:

Glaukomform, bei der das Trabekelwerk und damit der Abflussweg des Kammerwassers ganz oder teilweise durch die periphere Iris verlegt ist.

 

Ziliarkörper:              hat 2 Funktionen: Bildung des Kammerwassers und Regelung der Brechkraft der Linse

 

Zonulafasern:            Aufhängeapparat der Augenlinse

 

Zyklofotokoagulation:                                 

(Cyclophotokoagulation, CPC) drucksenkender Eingriff, bei der der kammerwasserproduzierende Ziliarkörper mit einem Laser teilweise zerstört wird. ( Ziel: Produktionshemmung der Kammerwasserproduktion)
Zytostatikum: Medikament, das in der Lage ist, die Zellteilung zu hemmen.

 

 

 

 

 

 

 

Abkürzungen:

 

HRT: Heidelberg-Retina-Tomograph. Gerät für die Laser-Scanning-Tomographie ( bildhafte Darstellung eines Gewebes durch Abtastung mit einem Laserstrahl…. in diesem Fall jetzt des Sehnerven)

Das HRT basiert auf dem Prinzip der so genannten konfokalen Laser-Scanning-Tomographie. Durch einen völlig ungefährlichen Laserstrahl wird das gewünschte Netzhautareal dreimal an bis zu 9,4 Millionen Stellen abgetastet und so ein Bild aufgenommen, das mit einem an das Gerät angeschlossenen Computer weiter verarbeitet wird. Diese dreidimensionale Darstellung der Kontur der Netzhaut erlaubt eine Analyse des Sehnervenkopfes und des Netzhautzentrums, der Makula.

 

 

GDx: Nerve Fiber Analyser. Gerät zur Analyse der Nervenfaserschichtdicke

Hierzu gehört nicht nur die Messung des Augeninnendrucks oder die Betrachtung des Sehnervenkopfes, sondern auch die genaue Beurteilung der Nervenfaserschicht am Augenhintergrund. Diese weist bei fortschreitender Glaukomerkrankung eine zunehmende Ausdünnung oder auch lokale Veränderungen auf. Eine präzise Beurteilung ist nur mit der Nervenfaserschichtuntersuchung, die auch Nervenfaser-Polarimetrie genannt wird, möglich.

Mit diesem Verfahren wird nicht nur die Oberflächenstruktur, sondern auch die Dicke der Nervenfaserschicht des Auges in dem Bereich der Netzhaut gemessen, in dem der Sehnerv aus dem Auge austritt.

 

OCP: Optisches Kohärenz-Pachymeter

Für die exakte, individuelle Bewertung des vom Augenarzt gemessenen Augeninnendrucks ist es wichtig, auch die Dicke der Hornhaut des Auges zu berücksichtigen. Abhängig von der vorhandenen Hornhautdicke werden die gemessenen Werte des Augeninnendrucks mit einem Korrekturfaktor versehen und bewertet.

So kann vermieden werden, dass Patienten unnötig behandelt werden. Die Messung der Hornhautdicke wird im AugenDiagnostikCenter mit einem für die Patienten besonders angenehmen Verfahren mit dem Optischen Kohärenz-Pachymeter (OCP) durchgeführt. Im Gegensatz zu einer Ultraschall-Pachymetrie wird hier die Hornhautdicke ohne Aufsetzen eines Messkopfes durchgeführt. Es ist deshalb bei einer Messung mit dem OCP nicht notwendig, die Augen lokal zu betäuben.

Die Messung erfolgt mittels nicht sichtbarem Laserlicht. Das hochpräzise Messgerät erzielt Messgenauigkeiten von bis zu einem Tausendstel Millimeter.

 

PEX: Pseudoexfoliatssyndrom

CPC: Cyclophotokoagulation

 

POG: Primares Offenwinkelglaukom

VEP: Visuell Envozierte Potentiale. Ihre Ableitung erfolgt über am Hinterkopf platzierte Elektroden, sie messen die Änderung der elektrischen Felder der Sehrinde und vermitteln so ein Bild der bei Netzhautbelichtung entstehenden Hirnpotentiale.

 

RA: rechtes Auge

LA: linkes Auge

BA: beide Augen

AD/IOD/IOP: Augendruck /Intraokularer Druck/Intraokulare Pressure

GF: Gesichtsfeld

ELT: Excimer - Laser - Trabekuloplastik

LTP: Laser - Trabekuloplastik

SLT: Selektive - Laser - Trabekuloplastik

ALT: Argon – Laser - Trabekuloplastik

 

TE: Trabekulektomie

RE-TE: durch einen erneuten Eingriff (Needling) wird eine vernarbte TE wieder funktionsfähig gemacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hornhaut, Linse, Netzhaut, Sehnerv - die Anatomie der Augen

 

Im vorderen Teil des Auges liegt hinter der durchsichtigen Hornhaut die vordere    Augenkammer (oder Vorderkammer), in der sich das Kammerwasser befindet. Nach innen wird die vordere Augenkammer von der Regenbogenhaut (Iris), die dem Auge seine charakteristische Farbe verleiht, begrenzt. Die Iris hat ein Loch, die Pupille, durch die die Lichtstrahlen in das Innere des Auges gelangen. Außerdem ist die Pupille die Verbindung zwischen Vorderkammer und der hinteren Augenkammer, die sich zwischen der Iris und der Linse befindet. Das Kammerwasser kann also durch die Pupille aus einer in die andere Kammer gelangen. Im Winkel zwischen Hornhaut und Iris fließt das Kammerwasser durch ein bindegewebiges Geflecht (Trabekelwerk) und den Schlemm-Kanal ab. Die Augenlinse ist durch elastische Fasern, so genannte Zonulafasern, aufgehängt und besitzt selbst ebenfalls eine gewisse Elastizität.

 

 Tritt das Licht durch die Pupille, so fällt es durch die Linse und den Glaskörper auf die Netzhaut. Dort trifft es auf die Stelle des schärfsten Sehens, die Makula. Die Makula wird auch gelber Fleck genannt, da die Zellen hier besonders reich an einem speziellen gelben Farbstoff sind. Außerdem sind in der Makula die Licht empfindlichen Zellen besonders dicht verteilt. Recht nah der Makula tritt der Sehnerv aus dem Auge, über den die aufgenommenen Sinneseindrücke an das Gehirn weitergeleitet werden. Da sich hier überhaupt keine lichtempfindlichen Zellen in der Netzhaut befinden, wird diese Stelle auch blinder Fleck genannt. Die Netzhaut wird über die dahinterliegende Aderhaut versorgt, in der die Blutgefäße liegen. Die Festigkeit des Auges wird durch die Lederhaut gegeben, die den Augapfel nach außen hin abgrenzt.

 

 

Anatomie des Auges

 

Zur Abbildung:

 

 

Lederhaut:                 Sklera

 

Aderhaut:                   Choroidea

 

Netzhaut:                   Retina

 

Makula:                     gelber Fleck, Stelle des schärfsten Sehens

 

Sehnerv:                    Nervus opticus

 

Schlemm-Kanal:        im Kammerwinkel hinter dem Trabekelwerk gelegener Kanal, durch den das vom Ziliarkörper gebildete Kammerwasser das Auge verlässt.

 

Hinterkammer:          siehe Bild                    


Vorderkammer:         siehe Bild

 

Pupille:                       runde Sehöffnung in der Irismitte

 

Iris:                            Regenbogenhaut

 

Hornhaut:                  Cornea

 

Linse:                         Linse des Auges, auch Lens genannt. aufgebaut aus Linsenkörper, -epithel und –fasern. Die Linsenfasern bilden den Linsenkern. Die Linse liegt zwischen Iris und Glaskörper und ist durch die Zonula ciliaris am Ziliarkörper befestigt.

 

Zonulafasern:            Aufhängeapparat der Augenlinse

 

Glaskörper:               Corpus vitreum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die Richtigkeit der Angaben wird keine Gewähr übernommen!

 

(c) by Sabine Weber, SHG Grüner Star/Glaukom Lörrach.

 

 

 

 

Stand: Juni 2007